Wie können wir unsere Kinder hinsichtlich der Ernährung in der ersten Lebensphase unterstützen?

 

 

Schon in der Schwangerschaft sollte klar werden, dass – sofern die Möglichkeit gegeben ist – eine „normale“ Geburt im Vordergrund steht. Bei der „natürlichen“ Geburt werden dem Kind die ersten wichtigen Bakterien für´s weitere Leben mitgegeben. Es wurde durch Studien nachgewiesen, dass Kaiserschnitt-Kinder einem erhöhten Erkrankungsrisiko für Typ-1-Diabetes, Zöliakie, Asthma, Allergische Erkrankungen, Metabolisches Syndrom und Adipositas ausgesetzt sind. Wenn das Baby dann angekommen ist, wäre es wichtig, das Kind zu stillen. Die humane Milch-Oligosachharide sind der dritthäufigste Inhaltsstoff der Muttermilch obwohl sie für Säuglinge gänzlich unverdaulich sind. HMOs sind da, um die Bakterien zu nähren – insbesondere die Bifidobakterien, die bei gestillten Säuglingen in großen Mengen zu finden sind. Zu erwähnen ist außerdem, dass das Kind irgendwann „alles“ in den Mund nehmen wird. Dies ist ganz „normaler Prozess“, in welchem sich das Immunsystem stabilisiert. Der Säugling lernt also, dass der Dreck wieder raus soll. Deshalb ist von zu viel Hygiene abzuraten.

Insulinresistenz

Insulinresistenz wird auch als Prä-Diabetes bezeichnet und ist die Vorstufe zu Diabetes Typ II. Die Blutzuckerwerte sind hier leicht erhöht und es zeigen sich stark erhöhte Insulinwerte. Die Ernährung spielt hier eine übergeordnete Rolle. Große Mengen zuckerhaltige Nahrungsmittel und Getränke, sowie stark verarbeitete und somit nährstoffarme Nahrungsmittel tragen sehr zu dieser Form des Diabetes bei. Durch diese Ernährungsverhalten kommt es zu einem sehr starken Anstieg des Blutzuckerspiegels. Deshalb muss die Bauchspeicheldrüse entsprechend viel Insulin zur Verfügung stellen. Wenn diese Ernährungsweise über Jahre beibehalten bleibt, führt dies zu einer Insulinresistenz. Darüber hinaus fehlt es oft an der Bewegung. Es wird daher empfohlen, sich regelmäßig zu bewegen und im weiteren Schritt die Ernährung umzustellen. Wichtig ist hierbei eine ausgewogene, vollwertige Kost. Auf Zucker und Weißmehlprodukte sollte verzichtet werden.